Gastroskopie ( Magenspiegelung)

Bei dieser Untersuchung wird nach örtlicher Betäubung und Verabreichung einer Sedierung ("Schlafspritze") ein dünner Schlauch (Endoskop) in den Mund eingeführt und in den oberen Verdauungstrakt geschoben. Dabei kann man die Struktur der Speiseröhre (Ösophagus) , des Mageneingangs, -körpers und -ausgangs betrachten und an auffälligen Stellen kleine Proben für die feingewebliche Untersuchung entnehmen. Durch den Magenpförtner (Pylorus) gelangt man bis in den Zwölffingerdarm (Duodenum), wo man nicht selten Entzündungen und Geschwüre entdecken kann. Auch Tests auf Magenbakterien (Helicobacter pylori) können an verschiedenen Stellen entnommen werden. Die Untersuchung ist in der Regel nach fünf bis zehn Minuten beendet und dient unter anderem der Diagnosestellung bei Oberbauchbeschwerden, Refluxbeschwerden, Gewichtsabnahme oder Teerstuhl.

Vor der Untersuchung sollte man 12 Stunden zuvor nüchtern bleiben.

Coloskopie (Darmspiegelung)

Hierbei handelt es sich um ein Untersuchungsverfahren, bei dem man Krankheiten des gesamten Dickdarms diagnostizieren kann.

Man führt unter vorausgehender Verabreichung von Schlaf-und Schmerzmittel einen dünnen Schlauch (Endoskop)  in den After ein und schiebt ihn vorsichtig unter Sicht und Einbringen von Luft über den Enddarm in die nachfolgenden Dickdarmabschnitte bis zur Cökalklappe, die den Dünndarm vom Dickdarm trennt, etwa in Höhe des rechten Unterbauches in der Nähe des Blinddarms.
Bei der Untersuchung kann man kleine Polypen in der Darmschleimhaut entdecken, mit einer Schlinge abtragen und dann zur feingeweblichen Untersuchung einsenden. In der Regel sind diese Polypen gutartig, können jedoch bei jahrelangem Wachstum bösartig entarten. Daher ist die Dickdarmspiegelung eine gute und effektive Krebsvorsorge, da man diese Polypen bei der Untersuchung direkt abtragen kann und damit die Entartungsgefahr ausgeschaltet wird. Sie wird daher von den gesetzlichen Kassen ab dem 55. Lebensjahr empfohlen und die Untersuchungskosten übernommen. Eine Wiederholung bei unauffälligem Befund wird nach 10 Jahren empfohlen. Außerdem lassen sich bei der Untersuchung Divertikel (Ausstülpungen) diagnostizieren, die sich entzünden können (Divertikulitis) außerdem kann man Entzündungen oder auch bösartige Tumore im Dickdarmbereich erkennen.

Vor der Untersuchung muss der Darm vollständig entleert werden. Dazu wird am Tag vor der Untersuchung ein Abführmittel verabreicht.

Dr. med. Gudrun Altgassen
Kai Zamhöfer
Tatjana Probst
Fachärzte für Innere Medizin und Allgemeinmedizin

 

Akademische Lehrpraxis
Ruhr-Universität Bochum
Universität Witten/ Herdecke

Knappschaftsärzte

 

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